„Teilt gern diesen Link in Eurem Netzwerk.“
„Falls Sie morgen Zeit haben, melden Sie sich gern.“
„Kommen Sie bei Unklarheiten gern auf mich zu.“
Wer etwas gern macht, tut dies mit Freude, aus Vorliebe und bereitwillig.1 2 In den Beispielen oben ersetzt gern das Wort bitte. Dadurch verschiebt es den Fokus weg von der klaren Bitte bzw. Aufforderung hin zu einem pseudofreundlichen Angebot, das vermeintlich im Interesse des Gegenübers liegt. Der Sprecher braucht etwas und das Gegenüber möge es gefälligst gern tun.
Tipp: Sprechen Sie Bitten klar aus!
Ehrliche Sprache unterscheidet zwischen Bedürfnis, Emotion und Handlung.
Bringen Sie mit gern Freude und Bereitwilligkeit zum Ausdruck und sprechen Sie Ihre Bitten offen aus. So bleibt Ihre Botschaft aufrichtig und frei von jeglicher Manipulation.
Alternative Formulierungen
„Je mehr Menschen mein Angebot kennen, umso besser. Bitte teilt den Link in Eurem Netzwerk.“
„Ich brauche für den Umzug noch Helfer. Falls Sie bereit sind mit anzupacken, melden Sie sich bitte.“
„Sollte Ihnen etwas unklar sein, kommen Sie bitte auf mich zu. Ich bin gern für Sie da.“
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1 Vgl. gern in Pfeifer, Wolfgang et al. Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) [14.01.2026].
2 Vgl. gern auf Duden online [14.01.26].
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